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Oktoberfahrt 2016

.Bihip Transport2016

Reisebericht Oktoberfahrt 2016 von Anton Pfurtscheller

   Am Sonntag, dem 2. Oktober, war es wieder so weit: um 4.00 Früh startete der Hilfskonvoi wie üblich bei der ehemaligen Kerzenwelt. Die Brixentaler und Helmut entschuldigten sich aus privaten Gründen an der Teilnahme, statt Manfred nahm Ehefrau Monika neben Adi Platz, ja und Gelu suchte verzweifelt nach seinem Pass. Unser „Konvoi“ bestand also nur aus 4 PKWs: Daniela, Magnus und Maria; Monika und Adi, Resi und Luis, Bea und Toni. Nach erfolgreicher Passsuche kam Gelu abends nach, Die Fahrt verlief ohne Probleme und Zwischenfälle, auf Pausen wurde ausreichend geachtet, das sonntägliche LKW Fahrverbot wirkte sich positiv aus und auch die deutliche Verbesserung der Straßenbeläge in Rumänien ließen eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit zu (auch ohne Helmut), sodass wir gegen 17.00 MEZ bei Vasile Pop in Ocna Sugata eintrafen, beladen mit Computern samt Bildschirmen, Erste Hilfe Kästen für die Schulen, Säcke- bzw. paketweise Nudeln und Mehl, medizinische Geräte und diversen Geschenke und Kleinigkeiten.

   Der LKW-Aufleger der Fa. Nothegger (die wieder völlig kostenlos transportierte) stand uns in Itter eine Woche zur Beladung zur Verfügung: Schulmöbel, ein großes Sortiment an Kindergartenmöbel, eine Unmenge Buchenholzbriketts, mehrere Säcke Haltbargemüse der Tiroler Gemüsebauern, riskanterweise auch Computer und Bildschirme, große Mengen Bettwäsche, Fährräder für Groß und Klein, Babybekleidung, und … und … und.

 

    Am Montag, den 3.10. trotz ungewohnter Zeitumstellung waren alle pünktlich zur Stelle als es hieß ausrücken zur Entladung des LKW in Lunca la Tisa, einem kleinen Ort unmittelbar an der ukrainischen Grenze. Der Fernlaster schlängelte sich gekonnt durch die Engstellen der Zufahrtsstraße, unbeeindruckt der teilweise tiefhängenden Stromleitungen. Zwei Klein LKWs samt Fahrer und vielen Helfern warteten bereits auf uns. Die Ent- und Umladung funktionierte trotz teilweise argem Regen vorzüglich. Ein Klein-LKW steuerte zum KH Sighet, der andere zum Waisenhaus in Ocna (Albert). Unverständlich, dass die nicht gerade günstigen Klein-LKWs von Magnus bezahlt werden mussten. Nach dem Abladen des LKWs (Briketts, Gemüse, Fahrräder) waren wir bei Albert zu einem kleinen Trunk eingeladen. Danach fuhren wir noch in das Waisenhaus für Behinderte in Calinesti und übergaben den Abbrändlern in der unmittelbaren Nachbarschaft einen namhaften Betrag, der von Albert verwaltet wird.

   Am Dienstag gings vormittags in die Hauptschule nach Ocna. Computer, Bildschirme und ein Boxsack samt Boxhandschuhen wurden an den Direktor übergeben. Anschließend fuhren wir nach Breb, besuchten erst „unsere“ Schule, aus der der Kindergarten in die Hauptschule übersiedelt wurde, um Platz für einen Gottesdienstraum zu schaffen, da die baufällige Kirche nicht mehr benutzbar ist. Eine Frauenrunde unter der Leitung von Aurica (einheimische und unsere Weiberleit) traf sich in Calins Wohnung, wobei das nette Beisammensein durch Übergabe von Naturalien (Mehl, Nudeln) und einer namhaften Summe Bargeld (gespendet von der Frauenschaft Reith) große Freude hervorrief. Währenddessen unternahmen die Männer unter Leitung von Calin eine „Rundfahrt“ durch das Dorf Breb, wobei auch das königliche, englische Anwesen besichtigt und fotografiert wurde. Auch der Bauplatz für Calins neue Kirche wurde in Augenschein genommen. Ein wenig ermattet freuten wir uns auf das hervorragende Mittagessen bei Aurica und ihren Töchtern, das natürlich von einem deftigen bodenständigen Schnapsl eingeleitet wurde. Besonders hervorheben möchte ich die wunderbaren Krautwickler! Danach fuhren wir in das Quartier und genossen die Freizeit.

   Am verregneten Mittwoch besuchten wir zuerst die Volksschule im Eichental, wo wir die Erneuerung des Fußbodens für die zweite Klasse planen und dann ging es in das Kinderspital in Sighet. Wir übergaben dort Medikamente, med. Geräte, BZ Geräte mit Teststreifen sowie Babynahrung und informierten uns über die Bau- und Einrichtungsfortschritte unter dem (wieder einmal) neuen Verwalter, der einen guten Eindruck hinterließ. Nach einem kurzen Trinkbesuch in „unserer“ Pizzeria begaben wir uns in ein eher feudales, mit maramurischen Dingen eingerichtetes und geschmücktes Gasthaus, wohin wir von Frau Dr. Hantig zum Mittagessen eingeladen wurden. Auch das Essen war traditionell und sehr üppig, sodass wir einige Leckerbissen stehen lassen mussten. Die Zeit zeigte schon Nachmittag an, so fuhren wir ins Hotel zum Verdauen und Relaxen. Morgen steht uns ja ein langer Tag bevor. Abends packten Adi und Toni ihre Instrumente aus, zum Proben fürs Burgenland, wie sie meinten.

   Der Donnerstag begann schon sehr früh, er sollte ein Höhepunkt unseres Aufenthaltes werden. Die fast vierstündige Busfahrt nach Turda in Siebenbürgen wurde durch einen Kurzaufenthalt in Targa Lapus bei Dr. Leucian unterbrochen, dem wir Medikamente brachten. Endlich erreichten wir unser Ziel, die Salina Turda, ein Erlebnis erster Klasse. Es ist nicht möglich diese Eindrücke in Worte zu fassen, auch die vielen Fotos können nur andeuten, was sich da mehr als 100 m unter der Erde verbirgt. Eindrucksvoll auch die verkehrsreiche Durchfahrt durch Klausenburg, wo wir ein verspätetes Mittagessen einnahmen. Nachdem es schon recht spät geworden war, wurden geplante Besichtigungen gestrichen. Auf der Heimfahrt überraschte uns auf einer Passhöhe der Winter mit starkem Schneefall und matschiger Straße. Müde von der langen Fahrt und den vielen Eindrücken verzogen wir uns bald nach dem Abendessen in unsere Zimmer und so mancher begann schon mit dem Kofferpacken, die Heimreise stand ja vor der Tür.

   Gleich nach dem Frühstück und den üblichen fast langwierigen Abschiedsszenen starteten wir Richtung Österreich, Magnus lotste unseren kleinen Konvoi tadellos über Pass und Tal, sowie durch Dörfer und Städte, sodass wir am späteren Nachmittag unser Ziel, die Pension Josef Haydn in Podersdorf erreichten. Es wurde ein gemütlicher Abend bei gutem Essen und ein paar feinen Gläschen burgenländischem Wein, wobei wir auch unseren Daheimgebliebenen gedachten.

    Nach dem ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns gegenseitig und während Adi noch ins Weinviertel einen Weinkaufabstecher einlegte suchten wir anderen den schnellsten Weg heim.

   Danke, Magnus, für deinen Einsatz und die großzügigen finanziellen Zuwendungen! Es war wieder eine zwar anstrengende, aber mit vielen positiven Eindrücken versehene Fahrt. Das Zusammentreffen und die gemeinsamen Stunden mit unseren Freunden in Ocna, Breb und Sighet hinterlassen einen schönen, tiefreichenden Eindruck in uns. Es war einfach wunderschön! Und wie es weitergeht? Jedenfalls wird unsere Gemeinschaft weiter bestehen und unsere Freunde in Rumänien sollen wissen, dass sie nicht alleine gelassen werden, wir werden weiterhin helfen, wo und wie es geht, aber zaubern können wir halt nicht!

Anton

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© Bitterlich